Prävention

Aufgabe der Prävention der Unfallkasse Hessen ist es laut §1 SGB VII mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten und für eine ausreichende Erste Hilfe zu sorgen.

Im Rahmen der Schülerunfallversicherung (seit 1971) sind bei der Unfallkasse Hessen somit alle Schüler und Schülerinnen allgemein bildender und beruflicher Schulen gesetzlich unfallversichert. Unter den Versicherungsschutz fallen auch die Angestellten im inneren und äußeren Schulbereich, z. B. angestellte Lehrkräfte, Verwaltungsfachkräfte in den Schulsekretariaten, Hausmeister und Hausmeisterinnen und das Reinigungspersonal. Personen, die für Schulen ehrenamtlich tätig sind und Personen, die wie Versicherte tätig werden, sind ebenfalls bei der Unfallkasse Hessen im Rahmen ihrer Tätigkeit unfallversichert.

Die Sicherheit und Gesundheit an Schulen zu fördern ist Aufgabe aller am Schulleben Beteiligten. Die Präventionsabteilung der Unfallkasse Hessen unterstützt im Rahmen Ihrer Aufgaben die Schule bei der Bewältigung dieser Aufgabe.

Die Aufsichtspersonen der Unfallkasse Hessen überwachen die Einhaltung des stattlichen Rechts, des Regelwerks der gesetzlichen Unfallversicherung und beraten in Sicherheitsfragen. Darüber hinaus bietet die Unfallkasse Hessen Qualifizierungsmaßnahmen für die Personen, die mit der Durchführung der Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie mit der Ersten Hilfe betraut sind, an.


Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und in den Bildungseinrichtungen

Die Verantwortlichkeiten für Sicherheit und Gesundheit in der Schule unterteilen sich in den inneren und äußeren Schulbereich. Das Schulrecht und das staatliche Arbeitsschutzrecht verpflichtet die Schulleitung gemeinsam mit dem Schulsachkostenträger und dem Schulhoheitsträger entsprechend tätig zu werden.


Innerer Schulbereich

Der innere Schulbereich obliegt dem Schulhoheitsträger bzw. der Schulaufsicht.

Schulleitung

Schulleiterinnen und Schulleitern kommt eine besondere Verantwortung im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung zu. Die Schulleitung ist als Vertretung des Schul- bzw. Kultusministeriums vor Ort verantwortlich für den sogenannten inneren Schulbereich. Für den Schulsachkostenträger übt sie das Hausrecht in der Schulanlage aus. Somit hat sie die Aufgabe, in Kooperation mit dem Schulträger, Voraussetzungen für die Gesundheit und Sicherheit an der Schule zu erhalten und sicherzustellen.

Rechtliche Grundlagen:

  • Schulgesetze und nachgeordnete Schulvorschriften der Länder
  • Das staatliche Arbeitsschutzrecht, insbesondere das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) nur für die Beschäftigen der Schule, nicht jedoch für die Schüler und Schülerinnen (außer: die Gefahrstoffverordnung und die Bildschirmarbeitsverordnung)
  • Die Vorschriften der Unfallversicherungsträger, nur wenn sie durch staatliches Recht in Kraft gesetzt wurden
  • Weitere Regelungen, die den Stand der Technik widerspiegeln, z. B. DIN- Normen

Äußerer Schulbereich

Der Sachkostenträger ist für die sichere Gestaltung und Unterhaltung des Schulgebäudes, der schulischen Freiflächen, der Einrichtungen sowie der Lern- und Lehrmittel verantwortlich. Die gesetzliche Grundlage bildet hier neben dem staatlich-hoheitlichen Recht auch das autonome Regelwerk der Unfallversicherungsträger. Besondere Bedeutung hat die Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (DGUV Vorschrift 1). Ebenso die DGUV Vorschrift 81 -Unfallverhütungsvorschrift Schulen.

Die Praxis zeigt, dass sich innerer und äußerer Schulbereich häufig überschneiden, wenn es um Fragen der Sicherheit und Gesundheit geht. Schulleitung und Sachkostenträger sollten im Idealfall gemeinsame Schritte unternehmen und Maßnahmen einleiten, die die Sicherheit und Gesundheit der schulischen Akteure gewährleisten. Hier können sie von der zuständigen Schulaufsicht, der Unfallkasse Hessen, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem arbeitsmedizinischen Dienst unterstützt werden.

Eine Schule die sich hin zu einer guten gesunden Schule entwickeln möchte, bedarf eines aktiven Engagements der Schulleitung sowie aller an der Schule Beteiligten. Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten können und sollten dafür genutzt werden, wie die Gefährdungsbeurteilung, der Arbeitsschutzausschuss oder die Gefahrstoffbeauftragten.

(Quelle: DGUV Information 202-058: Prävention und Gesundheitsförderung in der Schule)

Nähere Informationen finden Sie hier.