Mit Sicherheit ein starker Partner

Paralympics-Sportlerin Kirsten Bruhn beim Rückenschwimmen
Paralympics-Sportlerin Kirsten Bruhn

Unsere Aufgaben

Rehabilitation und Entschädigung sind wichtige Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung. Hinter den nüchternen Zahlen stehen immer auch persönliche Einzelschicksale von Menschen, um die wir uns individuell und mit allen geeigneten Mitteln kümmern.

E-Mail: ukh[at]ukh.de

 

Medizinische Rehabilitation (Wiederherstellung der Gesundheit)

  • Die Unfallkasse Hessen übernimmt nach einem Arbeitsunfall bzw. bei einer Berufskrankheit die Kosten der ärztlichen und zahnärztlichen Behandlung, der erforderlichen Arznei-, Verband- und Heilmittel sowie für Aufenthalte in Krankenhäusern und anderen Rehabilitationseinrichtungen.
  • Die Heilbehandlung hat das Ziel, mit allen geeigneten Mitteln den durch den Versicherungsfall eingetretenen Gesundheitsschaden zu beseitigen oder zu bessern, seine Verschlimmerung zu verhüten und seine Folgen zu mildern.
  • Die Unfallkasse Hessen trägt die Kosten der gesamten medizinischen Rehabilitation, solange die Folgen des Arbeitsunfalls oder der Berufskrankheit dies notwendig machen, notfalls auch ein Leben lang.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

  • Diese Leistungen sind Bestandteil einer umfassenden Rehabilitation und werden, wie auch die Heilbehandlung, mit allen geeigneten Mitteln erbracht.
  • Ziel ist eine möglichst dauerhafte Wiedereingliederung der Versicherten in das Arbeitsleben unter Berücksichtigung der Schwere der Unfall- bzw. Berufskrankheitsfolgen. Weiterhin sind bei der Auswahl der Leistungen Eignung, Neigung, bisherige Tätigkeit sowie Lage und Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt angemessen zu berücksichtigen. Soweit erforderlich, ist dabei die berufliche Eignung abzuklären oder eine Arbeitserprobung durchzuführen.
  • Daneben sind möglichst frühzeitig Hilfen zur Bewältigung der Anforderungen des täglichen Lebens und zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft bereitzustellen (insbesondere Kraftfahrzeughilfe, Wohnungshilfe, psychosoziale Betreuung, Haushaltshilfe, Rehabilitationssport sowie notwendige Reisekosten).

Pflege

  • Pflege wird solchen Versicherten gewährt, die wegen des Versicherungsfalls so hilflos sind, dass sie für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens in erheblichem Umfang fremder Hilfe bedürfen.
  • Es wird entweder Pflegegeld gezahlt oder Haus- bzw. Heimpflege gewährt.
  • Das Pflegegeld soll die pflegebedürftige Person so stellen, dass die notwendige Hilfe selbst beschafft werden kann, und damit eine eigene Gestaltungsfreiheit in der gewohnten Umgebung sichern.
  • Auf Antrag der Versicherten kann statt des Pflegegeldes eine Pflegekraft gestellt (Hauspflege) oder die erforderliche Hilfe in einer geeigneten Einrichtung (Heimpflege) erbracht werden.
  • Die Höhe des Pflegegeldes ist unter Berücksichtigung des Gesundheitsschadens und der hierdurch erforderlichen Hilfsbedürftigkeit festzustellen.

Renten

  • Bei Vorliegen der besonderen Voraussetzungen werden Renten gewährt. Im Einzelnen handelt es sich um Versichertenrente, Witwen- und Witwerrente, Waisenrente sowie Rente an Eltern und Großeltern.
  • Grundlage der Rentenberechnung ist jeweils der Jahresarbeitsverdienst, das heißt in der Regel das in den letzten zwölf Kalendermonaten vor dem Versicherungsfall erzielte Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen. Der Jahresarbeitsverdienst ist der Höhe nach auf den in der Satzung der UKH festgelegten Höchst-Jahresarbeitsverdienst begrenzt.
  • Anspruch auf Versichertenrente besteht, wenn die Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) über die 26. Woche nach Eintritt des Versicherungsfalls hinaus andauert und die Erwerbsfähigkeit um wenigstens 20 % gemindert ist. Ist die Erwerbsfähigkeit infolge mehrerer Versicherungsfälle gemindert und erreichen die Prozentsätze zusammen wenigstens die Zahl 20, besteht für jeden, auch für einen früheren Versicherungsfall, Anspruch auf Rente. Die Folgen eines Versicherungsfalls sind nur zu berücksichtigen, wenn sie die Erwerbsfähigkeit um wenigstens 10 % mindern.
  • Witwen- und Witwerrente wird an den Ehepartner bis zur Wiederverheiratung gewährt, sofern Versicherte durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit versterben.
  • Falls die/der Hinterbliebene jünger als 45 Jahre ist und zum Zeitpunkt des Todes kein Kind hat, wird die Rente längstens für die Dauer von 24 Kalendermonaten nach Ablauf des Monats gezahlt, in dem der Ehegatte verstorben ist. Diese Beschränkung gilt nicht, wenn der Ehegatte vor dem 1.1.2002 verstorben ist oder die Ehe vor diesem Tag geschlossen wurde und mindestens einer der Ehepartner vor dem 2.1.1962 geboren ist.
  • Erzielt die/der Hinterbliebene eigenes Einkommen, so ist dieses auf die Hinterbliebenenrente unter Berücksichtigung eines Freibetrages anzurechnen.
  • Waisenrente erhalten Kinder eines an einem Versicherungsfall verstorbenen Versicherten. Sie wird bis zum 18. Lebensjahr gewährt. Wenn das Kind eine Schul- oder Berufsausbildung absolviert oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet oder sich wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht selbst unterhalten kann, wird die Rente bis zum 27. Lebensjahr gezahlt.
  • Weiterhin kann in besonderen Fällen Rente an Eltern und Großeltern gewährt werden. Voraussetzung ist, dass diese zur Zeit des Todes vom Versicherten Unterhalt erhalten haben oder ohne den Versicherungsfall zu einem späteren Zeitpunkt erhalten hätten. Die Dauer des Rentenbezugs ist auf die Zeit der Unterhaltsberechtigung begrenzt.

Mehrleistungen

  • Personen, die im Interesse der Allgemeinheit ehrenamtlich tätig werden, erhalten nach Eintritt eines Versicherungsfalls neben den gesetzlich festgelegten Leistungen so genannte Mehrleistungen. Die Art und Höhe der Leistungen ist in der Mehrleistungssatzung der Unfallkasse Hessen festgelegt.
  • Es handelt sich hierbei um Mitglieder von Hilfeleistungsinstitutionen (u.a. freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienste usw.) sowie um Personen, die z.B. bei Verkehrsunfällen Erste Hilfe leisten.

Beratung, Auskunft, Seminare

  • Gerne steht die Unfallkasse Hessen ihren Versicherten und Mitgliedern beratend zur Seite.
  • Neben individuellen Auskünften werden für besondere Berufsgruppen auch Seminare angeboten.
  • Darüber hinaus ist die UKH regelmäßig bei Veranstaltungen, wie dem alljährlich stattfindenden Hessentag, der Tour der Sicherheit sowie Aktions- und Gesundheitstagen der Mitgliedsbetriebe mit einem Informationsstand präsent.